Bayern schlägt Baden-Württemberg

Beim Wirtschaftswachstum klar vorne. Mit diesen beiden Sätzen überschreibt eine Münchner Zeitung einen Artikel auf der ersten Seite. Der Text beginnt dann so: Gute Nachrichten für Bayern: Der Freistaat schlägt bei wichtigen Wirtschafts-Kennzahlen den ewigen Konkurrenten… Viele Fragen tun sich da auf: Warum wird hier ein Artikel wie ein Kommentar eingeleitet? Wer alles in der Region, in Bayern, in Deutschland findet diese Nachricht gut? Und warum? Denn um die Gemeinwohlökonomie geht es hier nicht. Die gemeinten Wirtschafts-Daten beziehen sich nur auf Umsätze, auf Gewinne, auf Geld. Wieder einmal macht eine Zeitung, macht die Presse unterschwellig Stimmung. Denn hat der Leser, der gemeine Arbeitnehmer so viel davon, wenn Bayern wirtschaftlich der Welt entrückt? Hat er etwas davon, wenn die Manager und Aktionäre noch reicher werden? Denn die Gehälter halten mit den Lebenshaltungskosten längst nicht mehr Schritt. Und da wird es interessant: Denn keine 2 cm weg vom genannten Artikel wird darüber berichtet, diesmal sachlich, ohne ein Wort des Bedauerns, wie es sich für einen Zeitungsartikel gehört, dass das Münchner Umland für die Menschen unerschwinglich wird. In einer Kleinstadt in der Region stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im letzten halben Jahr sogar um 12 Prozent. Leider – hier meine Meinung – schafft es diese Zeitung wieder einmal nicht, beide Phänomene miteinander zu verknüpfen. Da gibt es nämlich einen eindeutigen Zusammenhang – und das ist wieder Fakt. Mein Kommentar: Die Presse ist Teil unserer Probleme, nicht der Lösung derselben.


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