15.09.2017

ÖDP-Bundestagskandidat Andreas Seitz ruft AfD auf, beim Besuch der Kanzlerin in Passau Pöbeleien zu unterlassen

„Das wäre unwürdig und ein unberechtigtes und schlechtes Bild von Passau“

Der Passauer ÖDP-Bundestagskandidat Andreas Seitz befürchtet, dass die AfD die in Ostdeutschland schon verbreiteten Pöbeleien gegen Angela Merkel nun auch in Bayern forciert. Nach Einschätzung der Polizei (SZ v. 14.9., S.41) ziehen Auswärtige "von Auftritt zu Auftritt, um die Veranstaltungen der Bundeskanzlerin zu stören", zuletzt am Dienstag in Rosenheim. "Es gibt wahrlich viele Gründe, die Parlamentsparteien nicht zu wählen, aber es gibt keinen Grund für ungehörige Störaktionen und Pöbeleien. Falls es am Montag (18.9.) beim Auftritt der Kanzlerin im Passauer Klostergarten wieder zu ähnlichen Störaktionen kommt, wäre dies unwürdig und ein völlig unberechtigtes und schlechtes Bild von Passau", mahnt der ÖDP-Politiker den Passauer AfD-Kandidaten Robert Schregle.

Viel sinnvoller sei es nach Ansicht der ÖDP, von der Kanzlerin im Wahlkampf klare Antworten zu drängenden Fragen zu verlangen. Andreas Seitz fordert die Bundeskanzlerin auf, bei ihrem Wahlkampfauftritt am Montag im Passauer Klostergarten zu erklären, wann sie endlich ihre Tatenlosigkeit gegen die Atomgefahren aus Temelin aufgibt. Die Kanzlerin soll auch erklären, ob sie die Energiewende weiter bremsen wird oder auf eine unabhängige Politik setzt und Konzernspenden an Parteien verbieten will. Schließlich fordert der ÖDP-Kandidat von der Kanzlerin ein klares Wort gegen Waffenexporte als Teil der Fluchtursachen und eine Erklärung, warum es trotz Erdogan noch immer Waffenexporte in die Türkei gibt.

Schlimm findet Seitz, "dass die AfD die drohende Klima-Überhitzung komplett leugnet und die Atomkraftnutzung trotz aller Gefahren forcieren will. Die wollen ökologisch zurück in die Steinzeit und das muss jeder wissen, der diese Gruppierung aus Protest wählen will".

Kategorie: Demokratie