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ÖDP befürwortet Fahrradbrücke über den Inn, aber an anderem Standort

Robl: „Wir müssen konsequent dran bleiben, wenn wir eine moderne Fahrradstadt werden wollen“

Eine Fahrradbrücke über den Inn ist nach Ansicht der ÖDP-Fraktion notwendig und sinnvoll, weil die bestehende Verbindung über die Marienbrücke von den Radfahrern als unsicher empfunden wird. Eltern lassen ihre Kinder dort nur ungern fahren. Den Vorschlag von Grünen, SPD und CSU, einen Brückenschlag zu prüfen, für den es voraussichtlich eine 90%ige staatliche Förderung gibt, befürworten deshalb auch die ÖDP-Räte. Allerdings bevorzugen sie einen anderen Standort, bei dem die Zufahrtswege leichter ertüchtigt werden könnten.

„Vor Jahren hat die engagierte Innstädterin Margot Meierhofer einen Vorschlag präsentiert, der die Marienbrücke entlasten und für Radfahrer einen attraktiven Weg in die Innenstadt, an die Uni und ins Klinikum erschließen würde. Ihre Brücke wäre nähe Ende der Nikolastraße. Der Vorteil: hier ist auf der Innstadtseite, am Lohhaufen, auch genügend Platz für einen ausreichend hohen Brückenkopf, der einer Wiederinbetriebnahme der Bahn nicht entgegensteht darf. Die Weiterführung eines Radweges auf der Nikolastraße müsste dann aber ebenso angedacht werden“, so Oliver Robl, Radlexperte in der ÖDP-Fraktion. 

Voraussetzung sei zudem, dass die städtebauliche Qualität der neuen Radlerbrücke mit dem filigranen Fünferlsteg mithalten kann. Einem Betonkonstrukt an dieser sensiblen Stelle will die ÖDP mit Rücksicht auf das Stadtbild nicht zustimmen. Aus diesem Grund seien auch An- und Abfahrtsrampen an der Marienbrücke vor den historischen Gebäuden nicht zustimmungsfähig. Ein Anbau an die Marienbrücke, so Robl, sei wegen dieser städtebaulichen Gegebenheiten unrealistisch, eine Brücke auf Höhe Friedhof ebenfalls nicht optimal.

„Nur wenn wir konsequent dranbleiben und die von der ÖDP geforderte und vom OB versprochene jährliche Million für den Radverkehr vernünftig planen und auch ausgeben, werden wir in ein paar Jahren dort sein, wo wir hinwollen: eine moderne und attraktive Fahrradstadt!“, sagt Robl. Die zentrale Überlegung sei: „Eine Radlerbrücke über den Inn stellt die fehlende Fahrradanbindung der Innstadt an das Stadtzentrum dar, ähnlich dem Fußgänger und Fahrradtunnel durch den Georgsberg für die Stadtteile Grubweg/Ilzstadt und Hals“. Darüber hinaus sei ein an die Kräutlsteinbrücke „angehängter“ Radweg sinnvoll. 

Schließlich sieht Robl auch in den Vorschlägen des Passauers Thomas Sommer Möglichkeiten, weitere Stadtteile anzubinden. Dies müsse sukzessiv fortgeführt werden. Für den Stadtteil Maierhof beispielweise, der aus Sicht der ÖDP ohnehin wie ein Stiefkind in Sachen Radwege behandelt wird, ist eine Verbesserung der Anbindung in Richtung Stadt, auch auf der Nordseite, überfällig. In diesem Zuge müsse auch die Verbindung Hacklberg-Grubweg geplant und realisiert werden, fordert Robl.

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