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Tochter und Vater tauschen die Rollen als Gegenkandidaten von Andi Scheuer:

Johanna Seitz tritt in die Fußstapfen ihres Vaters, der vor vier Jahren kandidierte

Vor vier Jahren half die damals 15-jährige Johanna Seitz ihrem Papa, dem ÖDP-Bundestagskandidaten Andreas Seitz beim Aufhängen der Wahlplakate. Heuer haben Vater und Tochter die Rollen vertauscht. Fotos: privat

Passau. Das dürfte einmalig sein: Johanna Seitz (19), die vermutlich jüngste Bundestagsdirektkandidatin im Freistaat Bayern, hat nicht nur dieselbe politische Farbe wie ihr Vater. Sie tritt auch als ÖDP-Kandidatin in Papas Fußstapfen: Die Studentin für das Lehramt Grundschule fordert den amtierenden MdB Andreas Scheuer im Wahlkreis Passau heraus – genau wie ihr Vater Andreas Seitz vor vier Jahren bei der Bundestagswahl 2017. Auf der Landesliste tritt Johanna Seitz mit dem dritten Platz an – wie auch Ihr CSU-Kontragent Andreas Scheuer.

Um Haaresbreite wäre Johanna Seitz letztes Jahr die jüngste Passauer Stadträtin geworden. Nur 75 Stimmen fehlten für den Einzug. Nach dem Abitur im Gisela-Gymnasium Niedernburg 2019 schloss sich die junge Passauerin zunächst den Klimaschützern von Fridays for Future an. Schnell war für sie klar, dass sie sich auch in politischen Gremien engagieren will. Das ÖDP-Angebot, sich auch zur Bundestagswahl aufstellen zu lassen, nahm gerne an.  

„Ich bin der größtmögliche Gegensatz zu Andi Scheuer“, erklärt die junge Kandidatin selbstbewusst. Und das findet auch die ÖDP-Basis: „Johanna Seitz ist eine engagierte junge Klimaschützerin. Sie vertritt aber nicht nur die Positionen der jungen Menschen, die die Folgen der Klimaüberhitzung in ihrem Leben noch am längsten und schlimmsten zu spüren bekommen. Johanna spricht mit ihren Positionen auch die mittlere und ältere Generation an“, sagen die stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende Agnes Becker und der niederbayerische Bezirksrat Urban Mangold. 

Das gute Zusammenleben in den Familien ist Johanna Seitz ein besonders Anliegen. Deshalb unterstützt sie aus Überzeugung die ÖDP-Position, dass Eltern bei der Kinderbetreuung mehr Wahlfreiheit haben sollten. „Mütter oder Väter, die sich vor allem in den ersten Lebensjahren der Kinder dafür entscheiden, nicht erwerbstätig zu sein, sondern ihre Kinder selbst familiär betreuen wollen, sollen das frei entscheiden können. Diese Wahlfreiheit besteht aber nur dann, wenn auch die wichtige Sorgearbeit in den Familien vom Staat finanziell anerkannt wird. Ein Familien- und Pflegegehalt müsste eingeführt werden – in der Höhe, die auch ein Krippenplatz pro Kind und Monat kostet“, schlägt Johanna Seitz vor.

Und sie kämpft dafür, dass „die Lobbyisten der Großkonzerne den Ministern nicht länger die Gesetzentwürfe einflüstern“. „Konzernspenden von Unternehmen und Industrieverbänden an die Parteien sind Gift für die Demokratie und müssen endlich verboten werden. Diese seit langem von der ÖDP vertretene Forderung teile ich aus Überzeugung“, sagt die junge Kandidatin.

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